[Kurzgeschichte] Burning Cities I (Prolog)

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RC 1136

Guest
Hallo liebe lesebegeisterte Mitbürger.

Fast schon entsetzt habe ich festgestellt, dass mein letzter, kleiner Ausflug in die Welt der Fanfiction weit über ein Jahr zurück liegt - so schnell verfliegt die Zeit auf IdS. Doch natürlich habe ich mich diesem spannenden Thema weiter angenommen und munter fröhlich vor mich hin getippselt, wohl wissend, dass noch ein weiter Weg bis zum Level von Tim Zahn vor mir liegt... ;)

Das Projekt "Blizzard" (Ein Mikroausschnitt war der letzte Beitrag zum Literatur-Forum) wurde dabei auch ein wenig weitergeführt, hat aber für ein eigentlich auf sehr kurze Zeit angelegtes Mini-Projekt einen ganzen Strang an Handlungsfäden, Charakteren etc. nach sich gezogen, die sich erst langsam zu etwas Größerem zusammensetzen. (Teil-)Geschichten dieser Storyline wird es aber sicher noch geben.

Dennoch hat gerade die Arbeit daran dazu geführt, dass sich - in Zusammenspiel mit meinen zeichnerisch fixierten Ideen sowie einigen Wunsch-LEGO-Projekten ein paralleler Zyklus herausgebildet hat. Dessen erster Teil wächst zwar auch in bisher nicht beabsichtigte Dimensionen, macht aber zu viel Spaß, als dass ich euch zumindest den Prolog noch weiter vorenthalten könnte...

Die Reihe trägt den Titel "STAR WARS: Burning Cities" und spielt in den Dark Times, also der Zeit zwischen Episode III und IV. Wie sich schon erahnen lässt, geht es um eine Reihe von Städten und Planeten (die meisten sollten bekannt sein), die aus verschiedenen Gründen von den Imperialen Streitkräften, allen voran der 501. unter Darth Vader selbst, heimgesucht werden. Ein wichtiges Motiv dabei ist natürlich auch Vaders Jagd nach den letzten Jedi, doch ziehen im Hintergrund finsterere Machenschaften an den Fäden. Ihr solltet euch in diesem Rahmen auch auf Verknüpfungspunkte zwischen allen meinen Fanfictions sowie unvermittelte, zeitliche Sprünge - meist Flashbacks zur Erinnerungen meiner Charaktere - und einen Szenenwechsel, wie er auch im Film üblich ist, vorbereiten.

Bevor ich euch nun auf meine geistigen Ergüsse loslasse, möchte ich noch zwei Dinge zu den Settings anmerken: Ich versuche mich so weit wie möglich an den Kanon des EU ("Legends") zu halten, unter massiver Zuhilfenahme von Wookiepedia und Konsorten. Trotzdem bin ich so frei und füge natürlich nicht nur selbsterfundene Figuren ein, sondern ändere vor allem Handlungsstränge aus Spielen (BF2-Fans aufgepasst ;)) etwas ab, um sie in einen wie ich finde sinnvolleren (überwiegend zeitlichen) Kontext zu bringen. So ist die Protagonistin meiner ersten Story, welche ich euch nun vorstellen darf, nicht wie im Spiel 13, sondern vier Jahre älter. :)

Und nun: Vorhang auf für...



STAR WARS: Burning Cities I - Opfer einer Königin


Krachend flogen die beiden Hälften der Thronsaaltür auseinander und ein älterer Mann mit mittlerweile schneeweißem Bart stürmte in den Raum. Hinter ihm folgten zwanzig gepanzerte Soldaten der Palastwache.
„Königin Apailana, die Imperiale Armee ist bereits in die äußeren Bezirke vorgedrungen.“ Sio Bibble, der Gouverneur von Naboo stand schweißgebadet und schwer atmend im Saal. „Ihr müsst so schnell wie möglich hier verschwinden. Wenn Vader euch erwischt, wird der Tod eure geringste Sorge sein.“
Die siebzehnjährige Königin von Naboo wandte sich von den großen Fenstern und dem nächtlichen Anblick Theeds ab und sah ihrem Berater in die Augen. „Nein, Gouverneur. Diese Entscheidung habe ich getroffen, dieses Feuer habe ich über den Planeten gebracht. Und dieser Entscheidung werde ich mich auch stellen. Senatorin Amidala hatte immer Recht in Bezug auf die Republik und den Kanzler. Wir sind ihr schuldig, dies auch dem Rest der Galaxie zu zeigen.“
Das schmale Gesicht war nach Tradition der Naboo mit rotem und weißem Make-up geschmückt, doch hatte die junge Apailana ihre Zofen zu Zurückhaltung angehalten und so bedeckte kaum mehr als ein matter Farbschein ihr ernstes Gesicht. Ihr Gewand bestand aus einem Panzerwams mit rockartigem Ausläufer, der bis kurz über ihre Knie reichte. Ein schmaler Gürtel betonte die Taille und gab sowohl Halt als auch dem Doppelholster für ihre Blaster einen Platz. Das leichte, weite Gewand darunter war aus schwarzen, mit traditionellen, roten Mustern bestickten Stoff.
Alles in allem war diese Kampfmontur im Wesentlichen eine verbesserte Version der Robe, die schon Königin Amidala während der ersten Schlacht von Naboo getragen hatte und der vertraute Anblick lies Bibble kurz erstarren. „Hoheit, ich bitte euch, noch habt ihr die Möglichkeit. Tot nützt ihr Eurem Volk nichts.“ Apailana sah Furcht in seinen Augen aufblitzen, diesen sonst so weisen Augen, die ihr immer das Gefühl von Sicherheit gegeben hatten. Traurig wandte sie sich wieder dem Fenster zu.

Unter ihr, vor dem Palast breitete sich Naboos Hauptstadt in der Dunkelheit aus. Die vielen Kuppeln und Fenster schimmerten in der Vergangenheit im Licht der tausend Wohnungen, doch in dieser Nacht lagen sie schwarz da. Am Horizont, wo die Klontruppen der Imperialen bereits in die Stadt hatten eindringen können, erhellten orangene Flammen das Bild und auch zwischen den dunklen Gebäuden blitzen hier und da Blasterfeuer und Explosionen auf. Dafür, dass eine ganze Angriffsarmee vor den Toren stand, war die Stadt erstaunlich ruhig. Der Schild von Theed hielt Darth Vader offensichtlich noch von einem Angriff aus der Luft ab, obwohl rings um den Rand schon schwere Artillerie Stellung bezogen hatte und die ARC-170-Sternjäger am fernen Himmel gelegentlich Lanzen aus Licht nach unten schickten, nur um diese in einem kurzen Blitz und deutlich hörbarem Donner verpuffen zu sehen. Der Imperator wollte wohl noch kein offenes Massaker auf seiner eigenen Heimatwelt riskieren, doch bald würden die ersten Soldaten in den Palastbereich vordringen. „Gouverneur, ich bin Euch unendlich dankbar für Euren stets so überlegten Rat. Doch dies ist mein ganz persönlicher Kampf. Bringt Euch selbst in Sicherheit und sagt dem Imperium, dass ihr immer loyal geblieben seid. Wie ist es um unsere Streitkräfte bestellt? Braucht ihr Schutz?“
„Euer Hoheit, fast die gesamte Palastgarde und etwa zwei Drittel der Sicherheitskräfte sind noch bereit für Euch zu kämpfen. Aber dies ist nicht die Lösung, Ihr…“
„Was ist mit Panaka?“
„Er… er hat sich als Freund des Imperiums zu erkennen gegeben, auch wenn er und seine Männer sich wohl nur zur Verteidigung gegen Euch stellen würden. Doch seine Truppen sind in jedem Fall verloren, nur ein Grund mehr…“

„Ich danke Euch, Gouverneur Bibble.“ Apailana drehte sich nochmals um, um mit ihren dunklen Augen die seinen zu suchen. „Möge die Macht mit euch sein.“

Fortsetzung folgt.

LG RC
 
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