Bluebrixx gegen LEGO - Runde Zwei?

scars

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Firma A kauft Firma B und ab genau diesem Moment bestimmt Firma A wohin es für Firma B geht...

Klingt Komisch, ist aber so...

Frag doch einfach mal die Knorr Mitarbeiter in Heilbronn nachdem Knorr von Unilever geschluckt wurde...
 

Matze2903

MoRaStafari
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@Gamorreaner Eigeninteresse ist durchaus nix verwerfliches. Aber es unter dem Deckmäntelchen der Community zu tun , finde ich doof. Und so kommt es mir vor.
 

Gamorreaner

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@Gamorreaner Eigeninteresse ist durchaus nix verwerfliches. Aber es unter dem Deckmäntelchen der Community zu tun , finde ich doof. Und so kommt es mir vor.
Die Meinung der Mehrheit, der Wille der Mehrheit und das Interesse der Mehrheit sind 3 verschiedene Dinge. Menschen handeln oft meistens gegen ihre eigenen Interessen, aufgrund von falschen Meinungen, die zu falschen Willensentscheidungen führen.

Ich sage nicht, dass ich die Meinung der Community vertrete, nicht das ich den Willen der Community vertrete, aber das Interesse der Community.


Du magst es vielleicht jetzt noch nicht sehen, du wirst es aber definitiv sehen. Ich hau hier aber dennoch wie Don Quijote in die Tasten, damit du es aber nicht sehen musst.
 

Matze2903

MoRaStafari
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Das mit Don Quijote müsstest du mir erklären, ich sehe alles, was du schreibst.
Falsch, du vertrittst die Interessen eines Teils der Community. Und deine Interessen. (Und das ist auch ok.)
Welcher Teil wie groß ist und "Recht behält", wird sich zeigen oder auch nicht.
Und wir werden auch sehen, was der Klaus macht und was er erreicht.
 

Gamorreaner

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Das mit Don Quijote müsstest du mir erklären, ich sehe alles, was du schreibst.
Falsch, du vertrittst die Interessen eines Teils der Community. Und deine Interessen. (Und das ist auch ok.)
Welcher Teil wie groß ist und "Recht behält", wird sich zeigen oder auch nicht.
Und wir werden auch sehen, was der Klaus macht und was er erreicht.
Falsch. Die Interessen der gesamten Community sind die gleichen. Es gibt keine verschiedenen Interessen. Es gibt verschiedene Meinungen, es gibt verschiedene Willensentscheidungen, aber es gibt nur eine Art von Interesse.

Lass es mich dir mal aufgliedern, vielleicht verstehst du das dann besser:

Interesse: Erhalt, Fortbestehen von Bricklink.
Meinungen: Erhalt und Fortschritt kann durch beibehalten des IST-Status gewährleistet werden; Erhalt und Fortschritt kann nur durch Wandel und Anpassung erreicht werden....(und alles was dazwischen noch liegt)
Willensentscheidung: Alles bleibt so wie es ist; Alles ändert sich mit der Zeit/dem Markt

Du findest keine Firmen, die sich im Laufe der Zeit nicht geändert bzw. dem Markt angepasst haben und lange Zeit bestand hatten. Mit Ausnahme derer die von Steuergeldern leben (Post, Bahn, Regionale Verkehrsunternehmen... solche Relikte).


Das Don Quijote ist eine Anspielung darauf, das man bei euch gegen Windmühlen kämpft, weil ihr mit Wirtschaft argumentiert, aber Wirtschaft nicht auf selbiges anwendet. Würdet ihr klar in eurem Denken die selbige anwenden, würdet ihr unwiderruflich zu einem Naturgesetz kommen, das uns sagt, von Pflanze, über Mensch und Tier bis hin zu Firmen, alles was steht das vergeht, nur was sich bewegt, das bleibt bestehen. Selbst das Wunschdenken an Änderungen (Einzelteilverkauf von LEGO bei BL) käme einem Stillstand/Rückgang gleich, da es dafür heute zu spät ist. Cobi und Co sind auf dem Markt, die gehen da im Großen und Ganzen nicht mehr weg (vielleicht paar einzelne Firmen, aber viele werden bleiben). Die nächsten Jahre, selbst wenn der Markt für Konstruktionsspielzeug noch wächst, wird sich bei LEGOs jetziger Politik eine Marktverschiebung weg von LEGO entwickeln. LEGO wird zwangsweise schrumpfen, denn die machen ne scheiß Unternehmenspolitik (Preise, Setgestaltung, Einzelteileverkauf, Themenwelten, Elektronisierung, Firmenimage...). Man könnte sagen, soviel wie LEGO falsch macht, die machen eigentlich schon fast gar nichts mehr richtig.
 

HawaiiToad

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Du findest keine Firmen, die sich im Laufe der Zeit nicht geändert bzw. dem Markt angepasst haben und lange Zeit bestand hatten. Mit Ausnahme derer die von Steuergeldern leben (Post, Bahn, Regionale Verkehrsunternehmen... solche Relikte).
Ist so.
Der Spruch mit dem sie Dich in der Ausbildung nerven und der immer wieder in der Berufsschule und am Arbeitsplatz fällt lautet: Handel ist Wandel.

https://wirtschaftslexikon.gabler.d...andel-entwicklungen-der-handelsstruktur-52524

Unglücklicherweise ist da auch was Wahres dran.
Ich habe 1997 als Schüler bei der Coop im Nebenjob angefangen. Den Job habe ich auch als Student beibehalten und mich 2006 dann zum Einzelhandelskaufmann ausbilden lassen.
In diesen 14 Jahren (der Markt in dem ich meine Ausbildung dann begann):
- habe ich nun den 5. Warenhausleiter( auch Regionalleiter, Einkäufer, Mitarbeiter und Vorstände wechselten munter vor sich hin)
- arbeite ich mit dem 3. Typus an MDE-Geräten
- arbeite ich mit dem 3. Warenwirtschaftssystem
- haben wir 1x groß und 2x richtig groß umgebaut
Mein Unternehmen gibt es nicht mehr, wir sind jetzt in der REWE aufgegangen und die bestimmt den Kurs.

Das Sortiment wird ständig angepasst und überarbeitet. Wer glaubt Einzelhandel im Jahr 2020 ist das Gleiche wie 1970 - nur weil halt Ware in die Regale eingebaut wird und an der Kasse kassiert wird- irrt sich nicht nur ein wenig.

Ich muß mich ständig anpassen und bereit sein neues zu lernen und anzuwenden: Schulungen, Geräte, Systemprogramme... und mich immer wieder auf neue Kollegen, Vorgesetzte und Kundenwünsche einstellen.

Der Trend wird auch weiter in die Richtung gehen, dass es kleine Unternehmen schwer haben und große sich breiter machen und kleinere verdrängen oder gleich schlucken.
Wem das stinkt, der sollte vielleicht auch sein eigenes (Einkaufs-)Verhalten überdenken.
Wer nur bei den Großen kauft, darf sich nicht wundern, wenn es dann irgendwann eben auch nur noch die Großen gibt.

mfg HT / Christian
 

Gamorreaner

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@HawaiiToad Das Schlucken der kleinen Unternehmen ist aber meiner Ansicht nach politisch bedingt. Es gibt viele Regulierungen (Steuern), die es den kleinen nicht sonderlich leicht machen. Dazu kommt es, das die großen durch Firmensitze im Ausland und andere Dinge viel an Steuern zusätzlich noch einsparen. Der Onlinehandel, durch fehlende Regulierung, hat hierzulande quasi ein neues "Wirtschaftswunder" (Wunder nennen es die, die Kapitalismus nicht verstehen) eingeführt, bzw. die längst überfällige Depression in die wir uns reinbewegen stark abgebremst. Die großen Ketten haben mit der Digitalisierung Probleme, aber der kleine Ebay-/Amazon-/Aliexpressverkäufer deutlich weniger.

Hatte mal bei einer Firma mit ~400 Mitarbeitern gearbeitet, da haben wir jährlich ne Millionen an Subventionen für Strom bekommen, ab ner bestimmten Größe gibts die Subvention dann nicht mehr und da hat man dann plötzlich angefangen auf LED etc. umzurüssten.

Generell kann man auch zur Anpassungsfähigkeit sagen, das es kleinen Unternehmen deutlich leichter fällt. LEGO hat ja oben nen ziemlichen Idioten sitzen, der in nem Paraleluniversum von Star Wars/Star Trek lebt. Wenn man die Menschen unten, den Käufer, nicht versteht, dann kann man denen auch nichts verkaufen. Die sollten viel mehr von unten machen, weil die Leute in den Läden (LEGO-Stores/Privathändler), die wissen 100 mal besser was die Leute wollen, wie die da oben. Die da oben sollten denen aber mal die Mittel zur Verfügung stellen, dann würde es bei LEGO auch wieder besser laufen. LEGO ist da nen ziemlich gutes Unternehmerisches Beispiel, wie man gegen seine eigenen Interessen arbeiten kann.
 

Alponspeed

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Oder Lego hat einfach erkannt das die Kernkompetenz Einzelteile zu verkaufen am besten über die größte Einzelteilverkaufsplatform effizienter ist als selbst so etwas zu entwickeln
 

Gamorreaner

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Oder Lego hat einfach erkannt das die Kernkompetenz Einzelteile zu verkaufen am besten über die größte Einzelteilverkaufsplatform effizienter ist als selbst so etwas zu entwickeln
Sich da anzumelden kostet aber weniger als die Plattform. Der Kauf der Plattform hatte andere Gründe, einer dieser ist halt wesentlicher Bestandteil dieses Themas. Zu glauben LEGO würde jetzt plötzlich alles richtig machen, wo sie dabei sind alles falsch zu machen, der irrt sich. Ich denke nicht mal das die mit Steine und Teile dahin auswandern werden. Bestenfalls nen Setverkauf oder dergleichen, wenn überhaupt da Interesse besteht hinzuwandern.

Mit LEGO am Ruder können wir aber fest davon ausgehen, dass die 3 % Verkaufskosten in Zukunft sich eher nach oben bewegen werden. LEGO-Mitarbeiter sind teurer als Durchschnittsmittarbeiter und haben als Anforderung in der Regel auch ein wenig mehr Inkompetenz. Kompetente Leute halten sich nicht bei inkompetenten Unternehmen. Der Durchschnittsmitarbeiter arbeitet von X-Y Uhr. Nen kompetenter Mitarbeiter arbeitet 24/7. Wenn da was auf der Arbeit scheiße läuft ist nicht nach Feierabend Feierabend, der nimmt die Probleme mit in sein persönliches Leben.
 

HawaiiToad

unglaublich positive Ja-Sager-Kröte
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Mein Unternehmen war ja selbst mit 9000 Mitarbeitern zu klein geworden, um noch am Markt bestehen zu können.
Und dann stand noch im Raum, ob der Andere uns überhaupt schlucken durfte oder nicht einfach generell 9000 Arbeitsplätze zum Teufel gehen.
Wenn ich mich in Kiel umgucke, ist es auch nicht "meine Stadt" von vor 30 Jahren, in der ich mit großen Augen als Kind durch die Innenstadt ging.
Fachhändler weg, private weg, große Ketten da. Selbe Läden wie in allen Innenstädten, nur mit anderem Straßennamen dran.
Kauft halt nicht jeder so ein wie ich.
Hab dieses Jahr exakt 1 Paket bekommen, das war der Preis von IDS vom Losglück 2018.

Wenn Legeo BL kauft, dann sollen Custom und andere Klemmbausteine halt was eigenes auf die Beine stellen. Da ich nur original LEGOsteine will, ist mir das eh Wumpe.

Wenn der Markt angeblich ein Interesse für den Rest gergibt, dann sollte sich da ja auch einer finden, der das macht.
 

Alponspeed

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Die Frage ist dann was ist der tiefere Sinn. Kontrolle über den sekundär Markt? Wie groß ist der Marktanteil von BL? Dann wäre die Frage wie viele Teile von Lego verkauft werden im Verhältnis zum Rest. Alles sehr wage.
Die die custom Teile haben wollen werden ausweichen auf andere Plattformen.
 

fr4ggl3

Kämpfer gegen die aufkeimende Sucht
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Der Sinn der Übernahme ist in meinen Augen einfach das Nutzen einer sinnvollen Datenbank. Mittelfristig wird der Unterbau von Bricklink und der S@H eins werden. Wenn man nebenbei noch den Sekundärmarkt auf der eigenen Plattform hat, hat man die Daten darüber was nachgefragt bzw gesucht wird. Man bekommt aufkeimende Trends für umsonst. Was glaubt ihr warum große Sets mit hohem Sammelwert neu aufgelegt würden? Ein Stück des Kuchens mitnehmen. Ganz einfach. Es werden auch immer wieder Spezialteile und seit einigen Jahren auch spezielle Figuren eingestreut, die es nur in einem Set gibt. Das erhält die Nachfrage und den Marktwert. Ganz nebenbei kann man die Konkurrenz etwas zurückwerfen. Aber Lego braucht Dank App Fernsteuerung und unverschämter werdenden Preisen keine Konkurrenz. Sie sägen am eigenen Ast.
 

Großadmiral Thrawn

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Hi,

ich habe mir nicht alles durchgelesen, finde aber man sollte es nicht auf Bluebrixx reduzieren. Es geht um die Tatsache, das Lego damit den größten Teil des Sekundärmarktes unter seine Kontrolle gebracht hat. Das an sich stellen viele hier nicht als Problem dar, wird aber über lang zu einem Problem werden. Da sie damit die nicht illegalen Klemmbausteine vom Markt abschotten können. Dafür gibt es bei den Amerikaner und in der EU Gesetze, das blöde daran ist aber leider, das die nicht allein greifen. Es muss immer einen Kläger geben und ich hoffe, das jemand es mal in Angriff nimmt und dieses Vorgehen gerichtlich untersuchen lässt.
Was das mit der Autowerkstatt angeht, wie viel sind denn zu einer neuen freien Werkstatt gewechselt und wann lohnt es sich nicht mehr zu einer anderen Werkstatt zu gehen (km+Zeit?). Den erst die großen freien Werkstätten kaufen und so weiter und am Schluss ist keine mehr da. Dann merkt man doch das es ein Problem ist.

Gruß Thrawn/Frank
 
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