Google: Neue Richtlinien für Kinder und Jugendliche

Google: Neue Richtlinien für Kinder und Jugendliche

 

Google hat am Dienstag eine Reihe von Online-Sicherheitsmaßnahmen für Kinder vorgestellt, darunter eine private Einstellung für Videos, die von Jugendlichen hochgeladen werden, und Schutzmaßnahmen für Anzeigen, die Nutzern unter 18 Jahren angezeigt werden.

Die neuen Funktionen, die inmitten erhöhter Besorgnis über die Online-Ausbeutung von Kindern und die Sicherheit in einer Zeit wachsender Internetnutzung während der globalen Pandemie kommen, betreffen Googles YouTube-Videoplattform sowie seine Online-Dienste wie die Suche und Google Assistant.

 

Immer mehr Zeit im Internet

 

„Da Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit im Internet verbringen, machen sich Eltern, Pädagogen, Experten für Kindersicherheit und Datenschutz sowie politische Entscheidungsträger zu Recht Gedanken darüber, wie sie geschützt werden können“, so Mindy Brooks, Google Product and User Experience Director.

„Wir tauschen uns regelmäßig mit diesen Gruppen aus und teilen diese Bedenken.“

Googles „sichere Suche“ – die sensible oder reife Inhalte ausschließt – wird die Standardeinstellung für Nutzer unter 18 Jahren sein, was bisher nur für Nutzer unter 13 Jahren der Fall war.

Auf der sehr beliebten YouTube-Plattform werden Inhalte von 13- bis 17-Jährigen standardmäßig privat sein, so der Tech-Riese.

„Bei privaten Uploads können die Inhalte nur von den Nutzern und den von ihnen ausgewählten Personen gesehen werden“, heißt es in einem Blogbeitrag von James Beser, Leiter des Produktmanagements für YouTube Kids and Family.

„Wir wollen jungen Nutzern helfen, fundierte Entscheidungen über ihren Online-Fußabdruck und ihre digitale Privatsphäre zu treffen… Wenn die Nutzer ihre Inhalte öffentlich machen möchten, können sie die Standardeinstellung für die Sichtbarkeit beim Hochladen ändern und wir werden sie daran erinnern, wer ihr Video sehen kann.“

Google wird es Familien auch leichter machen, die Entfernung der Fotos eines Kindes aus der Bildersuche zu beantragen.

„Wir glauben aber, dass diese Änderung dazu beitragen wird, dass junge Menschen mehr Kontrolle über ihre Bilder im Internet haben“, so Brooks.

Als weitere Sicherheitsmaßnahme wird Google den Standortverlauf für alle Nutzer unter 18 Jahren weltweit deaktivieren, ohne die Möglichkeit, ihn wieder einzuschalten. Für Jugendliche unter 13 Jahren ist dies bereits der Fall.

Google wird auch die Art und Weise ändern, wie es Minderjährigen Anzeigen zeigt, indem es alle „altersempfindlichen“ Kategorien blockiert und das Targeting auf der Grundlage von Alter, Geschlecht oder Interessen von Personen unter 18 Jahren verbietet.

 

Die Privatspäre

 

Das Unternehmen betont, wie wichtig es ihnen ist die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Auch wenn es in Europa und vor allem in der Europäischen Union kritische Stimmen dem gegenüber gibt, beton das US-Unternehmen, dass es ihnen nur um die Sicherheit der Kinder geht und sie dafür bereit wären in die Privatsphäre einzugreifen.

Ob das wirklich ein viel zu gewaltiger Eingriff in die Privatsphäre der Kinder werden wird, wird sich mit der Zeit zeigen. Nichtsdestotrotz haben Rechtsanwälte gewisse Bedenken bezüglich der Privatsphäre der Kinder, auch wenn sie vor ihrem achtzehnten Geburtstag noch keine vollen Rechte haben, haben sie trotzdem Anspruch auf eine intime Sphäre.

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